Die satzungsmäßige Generalversammlung fand am Samstag, dem 18. April 2026, im Kulturzentrum Machera in Grevenmacher statt.

Nach der Verabschiedung der neuen Satzung im Jahr 2025 wurde für die Generalversammlung 2026 eine Neuerung eingeführt: Die Anzahl der Vollmachten pro anwesendem Mitglied war auf eine begrenzt. 74 anwesende oder vertretene delegierte Mitglieder aus 18 Mitgliedsverbänden (Ortsverbänden) und 5 Partnerverbänden nahmen daran teil. 34 Mitglieder ohne Stimmrecht waren anwesend. Als Ehrengäste waren Nora Elvinger, Vertreterin des Ministeriums für Umwelt, Klima und Biodiversität, und Mike Molling, stellvertretender Direktor der Natur- und Forstverwaltung, anwesend.

Zum ersten Mal in der Geschichte von natur&ëmwelt waren nicht nur die delegierten Mitglieder zur Generalversammlung eingeladen, sondern alle Mitglieder von natur&ëmwelt. Mit großer Freude stellte der Vorstand einen gut gefüllten Saal und zahlreiche interessierte Besucher fest.

Emil Mentgen, Vorsitzender der Ortsgruppe „Sektioun Kanton Gréiwemaacher“, eröffnete die Generalversammlung, indem er die Mitglieder begrüßte und einen kurzen Rückblick auf das 40-jährige Jubiläum der Ortsgruppe gab, die seit 1985 besteht. Anschließend richtete der erste Beigeordnete der Gemeinde Grevenmacher, Marc Krier, einige Begrüßungsworte an das Publikum, bevor der Vorsitzende Roby Biwer auf das vergangene Jahr zurückblickte. Zudem dankte er dem Mitarbeiterteam von natur&ëmwelt und den ehrenamtlichen Helfern der Sektion Kanton Gréiwemaacher für die Organisation der Generalversammlung.

Anschließend stellte die Generalsekretärin Joy Mentgen den jährlichen Verwaltungsbericht für 2025 vor. Sie ging auf die Zahlen der Aktivitäten und Projekte ein, die natur&ëmwelt asbl im Laufe des vergangenen Jahres durchgeführt hatte, und wies darauf hin, dass dieser Überblick nur einen kleinen Teil aller Aktivitäten darstelle, von denen hier einige genannt seien:

Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Anfragen bei der Naturberatungsstelle von natur&ëmwelt erneut um 25 % (2400 Anfragen gegenüber 1900 Anfragen im Jahr 2024). Eines der Hauptthemen war die Gelbfuß-Hornisse (Vespa velutina), eine invasive Art, die sich in Luxemburg zunehmend ausbreitet. Im Rahmen des Projekts „Bestëbser – Méi wéi Beien“ entwickelten die Teams für Kommunikation, Naturberatung und Sensibilisierung gemeinsam ein „Pixi“-Buch über Wespen und ein dazugehöriges pädagogisches Begleitheft. In diesem Zusammenhang wurden Schulungen zum Bau und zur Aufstellung von Insektenhotels für die Mitarbeiter des technischen Dienstes der Gemeinden angeboten. Im Bereich der Ornithologie führte das Personal der Zentrale für Vogelkunde zahlreiche Monitoring-Maßnahmen durch, wie zum Beispiel die Beobachtung von Spechten oder des Grauschnäppers. Wie in den Vorjahren wurden in unseren drei Beringungsstationen von den Beringern und zahlreichen Freiwilligen eine beträchtliche Anzahl von Vögeln beringt (insgesamt 38.300 Vögel, 7.500 Individuen mehr als im Jahr 2024). Im Bereich der ehrenamtlichen Arbeit unterstützte die neue Sektionskoordinatorin, Jil Baustert, die Sektionen bei der Organisation und Durchführung ihrer Aktivitäten, darunter die „Chantiers Nature“ oder Führungen. Das Team für Öffentlichkeitsarbeit setzte seine Arbeit zur Vermittlung von Natur- und Nachhaltigkeitsbildung fort, mit Aktivitäten für Schulklassen und Kinder- und Jugendheime, aber auch für Familien sowie für die Mitglieder des Regulus Junior Clubs und der Regulus Jugendgruppe. So waren die verschiedenen „Öko-Camps“ während der Schulferien erneut ein großer Erfolg.

Einzelheiten zu den Aktivitäten finden Sie im Jahresbericht (Regulus 2026/1) und auf der Website (www.naturemwelt.lu).

Der von unserem Schatzmeister Benji Kontz vorgelegte Finanzbericht wies ein negatives Ergebnis (-147.711,90 €) aus, das zwar immer noch beträchtlich ist, aber deutlich geringer ausfällt als im Vorjahr (-273.390 € im Jahr 2024). Der Haushalt für 2026 sieht einen Verlust von 47.330 € vor. Das Ziel des Teams von natur&ëmwelt asbl und des Verwaltungsrats bleibt natürlich, im folgenden Jahr wieder einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, und es wird sich auch 2026 weiterhin für dieses Ziel einsetzen.

Im Namen der Kassenprüferinnen und Kassenprüfer erteilte Malou Grasges den Verwaltungsratsmitgliedern Entlastung für das Jahr 2025, was von der Versammlung einstimmig bestätigt wurde. In diesem Zusammenhang dankte der Verwaltungsrat den Kassenprüferinnen und Kassenprüfern sowie Marie-Anne Pissinger für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit.

Carlos de Jesus gab seinen Rücktritt als Kassenprüfer bekannt und wurde durch Marie-Anne Pissinger ersetzt. Die Kassenprüferinnen Annette Kemp-Klemann und Malou wurden für das kommende Jahr wiedergewählt.

Dem Verwaltungsrat wurde einstimmig Entlastung für seine Geschäftsführung erteilt. Nach der Verabschiedung der neuen Satzung im Jahr 2025 schied kein Mitglied des Verwaltungsrats aus. Marie-Anne Pissinger gab jedoch ihren Rücktritt aus dem Verwaltungsrat bekannt. Lynn Kraus, die sich für einen Sitz im Verwaltungsrat beworben hatte, wurde einstimmig gewählt. Damit zählt der Verwaltungsrat derzeit 12 Mitglieder.

Jean-Weiss gab seinen Rücktritt vom Amt des Vizepräsidenten bekannt. Max Steinmetz wird ihn ersetzen.

Vierzehn neue Delegierte wurden gewählt: Philippe Schmitz, Philippe Lutty, Alice Heinen, Hubert Braquet, Lisa Pez, Tiago Pinto, Martine Fisch, Lynn Kraus, Nicole Kleer-Dasbourg, Brigitte Konsbruck-Barthelmy, Raymond Schannes-Hiery, Christine André, Nico Muller, Keven Muller.

Dreizehn Delegierte schieden aus: Gilles Pansin, Catherine Gonner, Marcel Barbier, Béatrice Chagnon, Gilles Martini, Joe Kremer Robert, Lynn Duchamp, Hannes Heister, Rudy Braun, Romain Gaspar, Gaston Fohl, Benji Kontz, Lucie Bonora. Ihnen wurde für ihr ehrenamtliches Engagement in den letzten Jahren gedankt.

Wie in der Satzung vorgesehen, haben die delegierten Mitglieder, die zum dritten Mal in Folge nicht anwesend, nicht entschuldigt oder nicht vertreten waren, ihr Stimmrecht verloren.

Der Vorstand schlug der Generalversammlung vor, bestimmte inaktive Ortsgruppen aufzulösen. Dabei handelt es sich um die Ortsgruppen Déifferdeng, Péiteng, Esch-Uelzecht, Jonglënster, Keespelt-Meespelt und Wolz. Die Generalversammlung stimmte für die offizielle Auflösung dieser Ortsverbände. Die Mitglieder werden in aktive Ortsverbände übernommen.

Darüber hinaus stellte der Vorstand die Pläne des Ortsverbandes Gemeng Suessem vor, der vorschlug, die Mitglieder der Ortsverbände Déifferdéng und Péiteng aufzunehmen und seinen Namen in Ortsverband Kordall zu ändern.

Anschließend informierte der Vorstand über einige aktuelle Themen, darunter das Dossier „Strategie 2030/2035“. Die Generalsekretärin Joy Mentgen stellte kurz den Entwicklungsprozess der Strategie in den letzten Monaten vor. So kamen der Vorstand, die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter in verschiedenen Konstellationen zusammen, um eine klare Strategie für das kommende Jahrzehnt auszuarbeiten. In diesem Zusammenhang sind alle bei natur&ëmwelt aktiven Freiwilligen eingeladen, ihre Meinung zu äußern, und zwar im Rahmen eines Workshops, der am Montag, dem 28. September 2026, im SNJ-Zentrum in Hollenfels stattfindet. Die Einladung finden Sie im Veranstaltungskalender auf der Website (www.naturemwelt.lu) sowie in der gedruckten Ausgabe des Regulus.

Anschließend wurden zwei aktuelle Projekte von natur&ëmwelt vorgestellt: das Projekt „urban birds“, erläutert von Catherine Kirsch und Rick Juncker von der Centrale Ornithologique, sowie das Projekt „naturreseau“, präsentiert von Simon Biver. Dies bot den anwesenden Mitgliedern eine gute Gelegenheit, diese neuen Projekte kennenzulernen und den Expert*innen Fragen zu stellen.

Anschließend gaben die beiden anderen Einrichtungen von natur&ëmwelt einen Überblick über ihre Aktivitäten im Jahr 2025. Der Bericht der Stiftung natur&ëmwelt Hëllef fir d’Natur wurde von Direktor Frankie Thielen vorgestellt, der Bericht der Fleegestatioun fir wëll Déieren vom neuen Direktor Georg Xander.

Abschließend lobte Nora Elvinger vom Umweltministerium natur&ëmwelt asbl für ihr jahrzehntelanges Engagement für den Natur- und Umweltschutz. Sie betonte, dass natur&ëmwelt der wichtigste Partner im privaten Sektor sei, um die Ziele des Ministeriums im Bereich des Naturschutzes zu erreichen. Sie versprach, dass das Ministerium den Verein weiterhin unterstützen werde, damit dieser alle seine Projekte, die sie als von sehr hoher Qualität bezeichnete, weiterführen könne.

Vor dem Ende der Versammlung wurden mehrere Personen für ihr Engagement geehrt. Der Geschäftsführerin von natur&ëmwelt, Claudine Felten, wurde für ihre 25-jährige Tätigkeit bei der Stiftung „Hëllef fir d’Natur“ und bei natur&ëmwelt a.s.b.l. gedankt. Die goldene Auszeichnung „Gëlle Spéngel“ wurde an John Schmit und Marc Theis (Sektion Kanton Gréiwemaacher) sowie an Jos Frosio (Sektion Beetebuerg-Monnerech-Réiserbann) für ihr langjähriges Engagement bei natur&ëmwelt verliehen.

Im Anschluss an die Generalversammlung fand ein geselliges „Walking Lunch“ statt, das von natur&ëmwelt asbl angeboten wurde.

Ein großes Dankeschön an die ehrenamtlichen Helfer der Ortsgruppe natur&ëmwelt Kanton Gréiwemaacher für die Vorbereitung dieser sehr gelungenen Generalversammlung.